Klasse Klima – heißkalt erwischt

Das Projekt Klasse Klima – heißkalt erwischt brachte aktiven Klimaschutz an unsere Schule. An fünf bunten und abwechslungsreichen Projekttagen, während der vorletzten Schulwoche, wurden die SchülerInnen der fünften und sechsten Jahrgangsstufe, an je einem Schultag, für das Thema „Klimawandel und was ich selbst dagegen tun kann“ sensibilisiert. Das Kooperationsprojekt von BUNDjugend, Naturfreundejugend Deutschlands und Naturschutzjugend wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative, gefördert. 
Unsere SchülerInnen haben viel zum Thema gelernt, was im Folgenden unsere Klimaschutz-Reporterinnen Laura Ihle und Janine Göser aus der Klasse 5D beschreiben.
Während des Projekts Klasse Klima – heißkalt erwischt haben wir erfahren, was die Menschen auf der Welt für, aber leider auch gegen den Klimaschutz tun. In der Früh haben wir mit den Projektleitern Sine und Sebi aus Berlin ein Spiel gespielt, indem es darum ging, was oder ob wir schon etwas für den Klimaschutz tun. In einem Rollenspiel haben wir uns dann gegenseitig als Sonnenstrahlen, Kohlenstoffdioxid- oder Sauerstoffmoleküle den Treibhauseffekt erklärt. Anschließend haben wir eine Zeitreise unternommen. Im Pausenhof sind wir vom Urknall bis zum Jahr 2017 an einem Zeitstrahl entlang gereist. Hier erfuhren wir, wie sich das Klima auf der Erde immer wieder verändert hat und wie schnell der Einfluss des Menschen zur Erderwärmung beiträgt. Nach der Pause durften wir selbst entscheiden, welches Thema uns am Meisten interessiert und konnten uns drei unterschiedlichen Workshops anschließen.
Beim Thema Energie haben wir zuerst getestet, wie viel Kraft gebraucht wird, wenn wir die Treppen ohne – oder mit vollem Wasserkanister in der Hand hoch rennen. Das war richtig anstrengend und wir haben am eigenen Körper erfahren was es bedeutet, Energie aufzubringen. Danach erfuhren wir, welche verschiedenen Kraftwerke dafür sorgen, dass bei uns zu Hause und in der Schule das Licht angeht oder wir unser Handy laden können. Die erneuerbaren Energiequellen aus Sonne, Wasser und Wind schaden unserem Klima am wenigsten.
Welchen Einfluss hat unser Konsum, also wo und was wir einkaufen, auf den Klimawandel? Wir waren überrascht, wo die Kleidung, die wir tragen hergestellt wird und unter welchen Bedingungen die Menschen dort arbeiten müssen. Unsere Jeans und T-Shirts werden fast einmal um die Welt geflogen, bevor wir sie dann hier im Laden kaufen können. Es macht also Sinn, lieber eine oder zwei teurere, dafür aber „fair und ökologisch“ produzierte Jeans zu kaufen als fünf Hosen, die der Umwelt und den Näherinnen schaden. Man kann Kleidung auch reparieren und sie nicht gleich wegwerfen. Und wenn sie uns nichtmehr gefällt, kann man sie in einem Second-Hand Laden bringen und dort vielleicht eine „Neue“, naja Gebrauchte, kaufen.
Mit einem leckeren Frühstück das Klima schützen? Das geht! Beim Workshop zum Thema Ernährung bereiteten wir leckere Speisen zu, wie Bananen-Sojamilch, selbstgemachten Frucht-Joghurt und ließen uns Semmeln vom Bäcker aus dem Dorf schmecken. Er ist uns gar nicht aufgefallen, dass Fleisch und Wurst fehlten. Denn schon Albert Einstein (1879-1955) wusste: „Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern, wie der Schritt zu einer vegetarischen Ernährung.“ Unser Essverhalten wirkt sich also direkt auf das Klima aus, nicht nur damit, was wir essen, auch mit der Entscheidung wo wir etwas kaufen, beeinflussen wir. Wenn wir genauer darauf achten und eben nicht die Äpfel aus Neuseeland, die Bio-Birnen aus Argentinien oder Pilze aus China zu kaufen, sondern regionale und saisonale Produkte, dann werden auch weniger Abgase produziert.
Der Projekttag mit unseren Projektleitern war toll. Wir würden einen solchen Tag gerne noch einmal machen, weil wir dabei so viel lernten und es auch noch Spaß machte.
Wir hoffen, dass bei unseren Fünft- und Sechstklässlern das Thema Klimaschutz nun einen festen Platz in ihrem Leben erhält. Auf dem Weg zur Schule, am Esstisch oder beim Einkaufen.

Vielen Dank an das gesamte Projektteam für die Durchführung an unserer Schule und an Frau Denkci für Ihre tatkräftige Unterstützung.

Janina Gößer & Laura Ihle, Klasse 5D
Andrea Sander, betreuende Lehrkraft