Buchvorstellung mit Kiste

Mit Kiste? Dass die Vorstellung eines Jugendbuches zum Deutschlehrplan gehört, überrascht nicht, doch was soll die Kiste bzw. was soll in die Kiste?
Die Kiste bietet die Möglichkeit, sich mit seinem gelesenen Buch auf der kreativen Ebene auseinander zu setzten.
Die Vorgaben waren, eine Kiste/einen Schuhkarton zum Buch zu gestalten, sodass entweder eine wichtige Szene dargestellt wurde oder wichtige Gegenstände darin Platz fanden, also die Geschichte auf irgendeine Weise kreativ umgesetzt werden sollte.
Die vorgestellten Bücher in der Klasse 6e reichten von Jugendbuchklassikern wie den Vorstadtkrokodilen, über Fantasieromane wie Die Dämonenakademie oder Sternensturm bis zu Gregs Tagebüchern.
Dementsprechend vielfältig und vielseitig fielen die Kisten aus; von Dioramen über Aufklapp- bis zur Gucklochkiste mit Oben-, Seit- oder 3D-Ansicht war alles dabei. Auch die Außenseiten wurden meist mitgestaltet und mit Informationen zum Autor, zu den Hauptfiguren oder gar zur Buchreihe versehen.
Nach den Referaten, in denen auch die Kisten vorgestellt und erklärt werden mussten, wurden dann noch die drei schönsten Kisten von der Klasse gewählt. Jeder durfte seine drei Favoriten auf einen Zettel schreiben.
Auf Platz 1 landete eindeutig die „Harry Potter“- Kiste von Ulrich Böck, auf Platz 2 die Kiste von Mia Minrath zum Buch „Silber“, dicht gefolgt von zwei dritten Plätzen, einmal „Sternenstaub“ gestaltet von Nathalie Kleber und zu „Brüder wie Freunde“ gestaltet von Jakob Nießner.
Doch auch viele andere Kisten waren liebevoll und kreativ gefertigt, sodass es mir, die ich auch mitwählen durfte, wirklich schwer fiel, nur drei Kisten auf den Wahlzettel zu schreiben. Ich hätte mindestens 10 aufschreiben können, da jede für sich in ihrer Einzigartigkeit die Verschiedenheit der individuellen Auseinandersetzung der Schüler widerspiegelte.
Christine Kämpfle