YouTube - Eine soziale Plattform?

Es wird viel darüber diskutiert, ob YouTube als eine Social-Media-Plattform gilt. Aber was steckt dahinter?

 

Zunächst einmal: Was ist überhaupt YouTube?

„Youtube ist eine Videoclip-Plattform im Internet. Die auf der Webseite bereitgestellten Videos können von jedem angesehen werden. Um Videos auf Youtube online Stellen zu können ist lediglich eine Registrierung notwendig.“ (https://www.famefact.com/glossar-online-marketing/youtube-definition/)

 

Warum sollte YouTube eine Social-Media-Plattform sein?

Die am 14.05.2005 gelaunchte Plattform bietet viele Möglichkeiten mit anderen Leuten zu kommunizieren. Oftmals wird in der Kommentar-Sektion über das hochgeladene Video diskutiert. Beispielsweise löste letztes Jahr ein Video, von dem US-Amerikanischen YouTuber Logan Paul, einen großen Hype aus. Er postete ein Video, in dem er eine Leiche zeigte und sich darüber lustig machte. Daraufhin begannen die User wild in den Kommentaren zu diskutieren und lösten einen regelrechten Hass auf den Influencer Logan Paul aus. Solche Vorfälle gab es schon des Öfteren auf YouTube, in denen ein YouTuber einen Skandal auslöste und sich daraufhin Nutzer dagegen aufgebaut haben. Dies zeigt auf, dass sich wildfremde Menschen über die Plattform zusammenschließen und gemeinsam auf eine Problematik aufmerksam machen können.

Aber nicht bei negativen Uploads werden fremde Nutzer zu einer Gemeinschaft. Jedes Jahr gibt es auf YouTube einen Stream, gehostet von dem deutschsprachigen YouTuber „Gronkh“, indem sich mehrere sogenannte Let‘s Player zusammenschließen und Geld für wohltätige Zwecke, durch Donations von Zuschauern, spenden.

 

Aber zählt deswegen YouTube als Social-Media-Plattform?

Wir denken ja, denn es ist definitiv möglich sich mit anderen Menschen auszutauschen. Unter anderem entsteht eine Community, die sich als soziale Gruppe für ein Thema oder eine Person interessieren. Auch über den Bildschirm hinaus zeigt YouTube soziale Aspekte auf. Viele Freunde sehen sich zusammen die neusten Videos ihrer Lieblings-YouTuber an und diskutieren darüber.

 

Aber wie viel verdient man in YouTube pro Abonnent, View, Like und Klick?

Sind alle Kriterien erfüllt, was vor allem die Qualität der Inhalte und das Urheberrecht betrifft, kann man sich beim YouTube-Partnerprogramm anmelden.

Dabei handelt es sich im Endeffekt um einen Ableger von Google AdSense, mit dem automatisch Werbeanzeigen und -spots in den eigenen YouTube-Videos angezeigt werden.

 

Geld durch Werbung

Eine häufige Frage ist, ob man für die eigenen Abonnenten Geld bekommt. Das stimmt nicht.

An sich spielt es also erstmal keine Rolle, ob man 100, 1.000 oder 10.000 Abonnenten hat. Für diese bekommt man an sich kein Geld. Natürlich wirkt sich die Anzahl der Abonnenten auf andere Dinge aus, wie die Anzahl der Videoaufrufe.

In den USA sind allerdings bereits kostenpflichtige YouTube-Abos möglich, die wiederum Einnahmen für die YouTuber bedeuten. Aber in Deutschland gibt es das noch nicht.

 

Geld durch Likes

Auch das gibt es leider nicht. Egal wie viele Personen dein Video positiv bewerten, Geld bekommst du dafür nicht.

Aber natürlich gibt es auch hier indirekte Auswirkungen, die sich wiederum positiv auf die Einnahmen auswirken. Sehr gut bewertete Videos landen in der YouTube Suche weiter vorn und bekommen damit natürlich wieder mehr Videoaufrufe.

 

Geld durch Views

Nun sind wir bei einer Anzahl, die sich direkt auf die Einnahmen auswirkt. Werbekunden können sich in YouTube für unterschiedliche Anzeigenformate entscheiden.

Und als YouTuber selbst kann man für die eigenen Videos ebenfalls eines oder mehrere dieser Anzeigenarten freischalten. Je mehr Menschen sich die Werbung in deinen YouTube-Videos anschauen, um so mehr verdienst du.

Es gibt keine Zahlen von YouTube selbst, aber die meisten YouTuber berichten von ungefähr 1-2€ Vergütung pro 1.000 Videoaufrufen im Durchschnitt.

Um 1.000 Euro im Monat zu verdienen, braucht man also zwischen 500.000 und 1 Millionen Videoaufrufe im Monat. Und wirklich ein Vollzeiteinkommen hat man damit nicht.

Ein Grund für die nicht so hohen Einnahmen sind die AdBlocker, die auch auf YouTube mittlerweile häufig eingesetzt werden.

 

Geld durch Klicks

Auch für Klicks bekommt man in YouTube eine Vergütung. Hier erkennt man die AdSense-Herkunft besonders.

Allerdings entscheiden die Werbekunden, ob sie pro Klick oder pro View werben wollen. Das kann man also nicht beeinflussen. Will man pro Klick Einnahmen erzielen, muss man die Anzeigenformate „Displayanzeigen“ und „Overlay-Anzeigen“ für die eigenen Videos aktivieren, da nur diese Klickvergütung bieten.

Neben dem Anschauen von Werbung sind also auch Klicks sehr hilfreich, um mehr zu verdienen. Allerdings sind diese Einnahmen in den oben schon genannten 1-2 Euro pro 1.000 Views mit eingerechnet.

Je nach Videoinhalten und dazu passender Werbung können die Klickzahlen aber deutlich über dem Schnitt liegen und sich wirklich lohnen.