Mit Musik in die Weihnachtszeit

Junge Musiker der Christoph-von-Schmid-Schule bezaubern mit ihrem traditionellen Weihnachtskonzert das Publikum

„Es ist unglaublich, was ihr hier geleistet habt!“ Am Ende des Abends fehlten Direktor Marcus Langguth fast die Worte, um seine Anerkennung für die rund 150 Schülerinnen und Schüler der Realschule Thannhausen – und deren Musiklehrer -  auszudrücken. Fast zwei Stunden hatten sie in allen möglichen Besetzungen ihre Zuhörer in der bis auf den letzten Platz besetzten Katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zu wahren Beifallsstürmen hingerissen.

Gleich zu Beginn schuf das Streicherensemble, bestehend aus Violinen, Celli und Kontrabass, in einem vierstimmigen Satz mit dem Klassiker „Oh du fröhliche“ die passende Stimmung - getragen, feierlich und zu Herzen gehend. Die Chorklasse der 6a nahm dies auf und gab eine schöne Version des alten Wallfahrts- und Adventsliedes „Maria durch den Dornwald ging“, einfühlsam begleitet von Musiklehrerin Luitgard Weis am Piano.

Danach zeigten die Bläserklassen der 5b und 6b unter Rainer Steber mit einem schmissigen Potpourri aus bekannten „Weihnachtsgassenhauern“ ihr Können. Alles war dabei: Vom alten „Kling Glöckchen…“ bis zum berühmten „Ihr Kinderlein kommet“ des Namenspatrons der Christoph-von-Schmid-Schule. 

Weihnachten ist ein fröhliches Fest, dachten sich einige Schülerinnen der Klasse 5a und boten eine in englisch-deutschem Kauderwelsch vorgetragene Satire auf den alljährlichen Weihnachtsstress. Das Publikum hielt sich die Bäuche vor Lachen. Gut zu dieser ausgelassenen Stimmung passte der alte Boney M.-Song „Marys Boychild“, den die Bläserklassen folgen ließen.

„Was hat wohl der Esel gedacht?“ Diese Frage beantwortete die Chorklasse der 5a/b unter Leitung von Irmgard Hofmann-Trini in einer schwungvollen Darbietung und setzte mit der südländischen Ausgelassenheit von José Felicianos „Feliz Navidad“ noch eins drauf.

Schülersprecherin Lavinia Keppeler hatte sich das Thema „Dankbarkeit“ für ihre Ansprache gewählt. Sie erinnerte Schüler, Lehrer und Eltern daran, dass es die gegenseitige Wertschätzung ist, die das Miteinander an einer Schule ausmacht. Und dazu gehört es eben auch, dankbar zu sein und dies seinen Mitmenschen zu zeigen. Eine sehr stimmige Ergänzung zum Gesagten stellte das romantische Stück „River flows in you“ dar. Lukas Catargiu am Klavier begeisterte durch sein gefühlvolles Spiel, mit dem er die Sängerinnen der Schulband begleitete.

Jetzt durften die „Großen“ ran: Die Schulband der zehnten Klassen überzeugte mit einer mitreißenden Interpretation des Michael Schulte-Songs „You say you grow old with me“, begleitet von Musiklehrerin Monika Linder am Klavier. Nachdem das Orchester unter Leitung von Rainer Steber mit „Little girl from Trinidad“ nochmals für karibisches Flair gesorgt hatte, wurde es „spirituell“: Big-Band-Atmosphäre kam auf bei der afro-amerikanischen Version von Kirchenliedern, die bekanntlich besonders inbrünstig und leidenschaftlich interpretiert werden.

Die Schulband der neunten Klassen überzeugte anschließend mit dem Song „Seite an Seite“ der Österreicherin Christina Stürmer.

Zweifellos einer der Höhepunkte war der Auftritt von Leonie Bigelmaier (Gesang) und Julian Wehner (Gesang und Gitarre) sowie Julian Ringwald am Schlagzeug mit dem brandneuen Song „Shallow“ aus dem Film „A star is born“ mit Bradley Cooper und Lady Gaga in den Hauptrollen. Der Begriff „Gänsehaut“ wird gern überstrapaziert – hier war er angebracht. Den Schlusspunkt bildete wie in jedem Jahr das gute alte „Stille Nacht“, zu dem sich sämtliche Mitwirkende auf der „Bühne“ versammelten, auch Direktor Langguth gesellte sich mit dem E-Bass dazu. Sein Dank galt am Ende allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne, ganz besonders aber denjenigen, ohne die das alles nicht möglich wäre, den Musiklehrern der Christoph-von-Schmid-Schule: Monika Linder, Rainer Steber und Luitgard Weis und als Verantwortliche für die musikalische Gesamtleitung, Frau Irmgard Hofmann-Trini.  Mit einem „Merry Christmas allerseits“ wurde das Publikum schließlich verabschiedet.


Text: Wolfgang Werz
Bilder: Foto-AG