Fahrt ins Leben

Die Christoph-von-Schmid-Realschule Thannhausen verabschiedete ihren Abschlussjahrgang 2019

Aufbruch und Reise - was symbolisiert besser das Ende eines alten und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts? Die Absolventen 2019 hatten für ihre Entlassfeier die Metapher des Schiffes gewählt, das zu neuen Ufern in See sticht. Kein Redner an diesem Abend, der dieses Bild nicht gerne aufgriff.

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Ersten Konrektor Peter Volkert gratulierte der 3. Bürgermeister Werner Kößler den Schülerinnen und Schülern im Namen der Stadt Thannhausen zu ihrem Erfolg und riet ihnen, ihre Entscheidung für den zukünftigen Beruf sorgfältig zu treffen, denn schon Aristoteles habe schließlich gesagt: „Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen.“

Dem pflichtete Direktor Marcus Langguth in seiner Rede bei. Er ließ zunächst die Hektik und den Stress der vergangenen Wochen und Monate nochmals Revue passieren und wusste sich mit seinen Zuhörern einig, dass nunmehr wieder ruhigeres Fahrwasser erreicht sei.

Sichtlich stolz nannte der Schulleiter beeindruckende Zahlen: Von 106 Absolventen und Absolventinnen haben alleine 18 die „Eins“ vor dem Komma.

Mit diesem „Schiffsführerpatent“, so Langguth weiter, könne die Reise nun losgehen, hinaus auf die hohe See; alle Routen stünden ihnen offen, sei es die Berufsausbildung oder die weitere schulische Laufbahn auf FOS und Gymnasium. Und er riet ihnen, weiter neugierig und zuversichtlich ihren Weg zu gehen: „Neue Erdteile kann man nur entdecken, wenn man seinen Horizont erweitert.“ Lebenslanges Lernen sei unverzichtbar und unsere Gesellschaft brauche junge Menschen, die neue Lösungen für die Probleme unserer Zeit suchen. Das Wichtigste im Leben jedoch seien Freunde und Familie. Wie Leuchttürme sorgen sie bei unklarer Sicht für Orientierung. Eng damit verbunden sieht er aber auch die Verantwortung für die Mitmenschen. Sich für den Nächsten, für die Gemeinschaft zu engagieren sei ein hohes Gut. Am Schluss zitierte Langguth den großen argentinischen Gelehrten Jorge Luis Borges, der einst auf sein Leben zurückblickte und dabei im fröhlich-entspannten Individualismus den wahren Sinn des Lebens sah.

Im Anschluss gratulierte Caroline Ertel den Absolventen im Namen des Elternbeirats und wünschte ihnen auf ihrem künftigen Weg „immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“.

Die beiden Schülersprecherinnen Amelie Weidel und Miriam Miller gaben schließlich einen humorvollen Rückblick auf ihre Zeit an der Christoph-von-Schmid-Schule. Zweierlei wurde dabei deutlich: die Schule war zwar ein Ort des Lernens, aber eben auch ein Ort, an dem man Freundschaften geschlossen hat und der letzten Endes fast ein Stück Zuhause war, den man vermissen wird. Ihr Dank galt dem „Schulkapitän“ Langguth sowie allen Lehrern, besonders den Klassleitern der Zehnten, Frau Michaelis, Frau Wink, Herrn Michel und Herrn Oczipinsky und zuletzt natürlich den Eltern, die ihnen die Möglichkeit gaben, zu wachsen und zu lernen.

Dann war es endlich soweit: Die Absolventen erhielten aus der Hand von Direktor Langguth das langersehnte Abschlusszeugnis.

Wie schon in den vergangenen Jahren konnte die Raiffeisenbank Thannhausen wieder als Sponsor für die Geschenke an die Jahrgangsbesten gewonnen werden. „Leistung muss sich auch lohnen!“, bemerkte Gerhard Böck, Mitglied und Sprecher des Vorstands der Raiffeisenbank Thannhausen, in seiner Rede.

Je 100,- Euro erhielten:
Daniela Sattelmair mit einem Schnitt von 1,36
Lena Pachl mit einem Schnitt von 1,25
Lena Mikschl mit einem Schnitt von 1,17

Je 150,- Euro erhielten:
Melina Brutscher mit einem Schnitt von 1,10
Carina Fischer mit einem Schnitt von 1,09

Eher trauriger war der Anlass der nun folgenden Ehrungen. Zwei langjährige, verdiente Lehrerinnen wurden in den Ruhestand verabschiedet, Juliana Deubele und Getrud Fischer. Beiden dankte der Schulleiter für ihr jahrzehntelanges Engagement im Schuldienst und wünschte ihnen für ihren Ruhestand alles erdenklich Gute.

Umrahmt wurde der Abend wie immer von Orchester und Schulband, die wieder fulminante Auftritte hinlegten. Direktor Langguth dankte den Musiklehrern Rainer Steber, Luitgard Weis, Monika Linder und Irmgard Hofmann-Trini (Gesamtleitung) für ihren großen Einsatz.

Sein Dank galt auch allen anderen, die diesen Abend möglich gemacht hatten, besonders den beiden Hauptorganisatorinnen Kathrin Michaelis und Heike Lenz.

Schließlich bat Langguth alle in den Pausenhof und im Schein hunderter Wunderkerzen erfolgte der Countdown zu seiner schon traditionellen Lossprechung der Absolventen: „Hiermit ist eure Schulzeit an der Christoph-von-Schmid-Schule beendet“. Auf zu neuen Ufern!

Wolfgang Werz

Weitere Bilder stehen nach dem Login über unsere Slideshow zur Ansicht bereit.