Musik zur Weihnachtszeit

Konzert der Christoph-von-Schmid-Schule Thannhausen begeistert die Zuhörer

Wer zu spät kam, musste sich mit einem Stehplatz in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt begnügen, so zahlreich waren die Gäste aus nah und fern erschienen. Sie wurden nicht enttäuscht. Wieder einmal gelang es den jungen Musikern der Realschule, ein wahres musikalisches Feuerwerk zu zünden.

„Joy of the world“, eines der beliebtesten englischen Weihnachtslieder, stand am Anfang, interpretiert von sämtlichen Mitwirkenden des Abends zusammen. Sofort war das Publikum in weihnachtliche Stimmung versetzt. Die prächtige Barockkulisse des Gotteshauses tat ein Übriges.

Eine Neuheit war das Moderatoren-Duo Lea Wank und Luca Brutscher aus der 6A, die gekonnt und kurzweilig durch den Abend führten. Sie hatten gleich als zweiten Programmpunkt eines der Highlights des Abends anzukündigen: Das Mini-Musical „Am Himmel geht ein Fenster auf“. Die Schauspielgruppe unter Leitung von Frau Weis und Frau Rosenthal-English hatte die klassische Weihnachtsgeschichte mit modernen Elementen ein wenig aufgepeppt, die für einige Lacher sorgten: Herodes scheint eher ein Bonze mit dicker Luxuslimousine als ein römischer Statthalter zu sein und die Heiligen drei Könige suchen die richtige Sternenkonstellation mittels Laptop. Eingerahmt wurde das Spiel von der Chorklasse der 5A unter Frau Linder. Kunstlehrerin Heike Lenz hatte mit ihrer Truppe für stimmungsvolle Kulissen gesorgt, die einen Hauch Orient nach Thannhausen brachten. Ein langer, begeisterter Applaus entließ die Akteure von der Bühne. Und dabei hatte der Abend gerade erst begonnen.

„The Carol of the Drum“ ist ein typisches amerikanisches Weihnachtslied. Den meisten ist es besser bekannt unter dem Titel „The little drummer boy“. Die Bläserklasse unter Rainer Steber interpretierte es auf schwungvolle, rhythmisch ungemein raffinierte Art. Ein musikalisches Schmankerl.

„Frieden ist der höchste Wert!“ Lavinia Keppeler, Schülersprecherin und Wertebotschafterin im Auftrag des Kultusministeriums, forderte das Publikum dazu auf, die materielle Seite des Weihnachtsfestes zurückzustellen und sich auf dessen Kern zurückzubesinnen. Jeder Einzelne kann etwas dazu beitragen, diese Welt friedlicher zu machen.

Was wäre ein Weihnachtskonzert ohne die „Christmas-Gassenhauer“. Sei es die Bläserklasse der 5B und 6B, die in einem Medley „Mary’s Boychild“  und „Ihr Kinderlein kommet“ intonierten oder das Streicherensemble, das zusammen mit der Chorklasse unter Irmgard Hofmann-Trini eine schöne Version von „Oh du fröhliche“ zum Besten gaben, das Publikum hätte am liebsten mitgesungen.

Die Schulband brillierte mit Emeli Sandés „Read all about it“ und „Let it all go“ von Birdy.

Das Orchester unter Rainer Steber setzte schließlich einen glänzenden Schlusspunkt: Wer bei der Titelmelodie zu „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ nicht endgültig in Stimmung kommt, der hat zu Weihnachten höchstwahrscheinlich ein Verhältnis wie der griesgrämige „Grinch“.

Wie schon zu Beginn stand auch am Ende alle Musiker nochmals gemeinsam auf der Bühne und sangen gemeinsam mit dem Publikum „Fröhliche Weihnacht überall“.

„Das war ganz großes Kino!“ Sichtlich bewegt dankte Direktor Marcus Langguth den Beteiligten, allen voran den Musiklehrern Luitgard Weis, Irmgard Hofmann-Trini, Dr. Miriam Rosenthal-English, Rainer Steber und Monika Linder (Gesamtleitung) für ihr unermüdliches Engagement. Ein schöner Abend ging zu Ende.

Text: Wolfgang Werz
Bilder: Foto-AG der Realschule Thannhausen

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