Stühle für Moria – Wir haben Platz

In Griechenland, auf der Insel Lesbos, brannte am 09.09.2020 das Lager Moria ab. Dort lebten bis dahin ca. 13 000 Flüchtlinge. Sie wurden dadurch obdachlos, verloren all ihre Habseligkeiten und flüchteten auf die Straßen. Tausende von Kindern waren betroffen. Viele Menschen in Deutschland wollten den Flüchtlingen in dieser Notlage helfen. Die Länder in Europa, auch Deutschland begannen, darüber zu verhandeln, ob man überhaupt, und wenn ja, wie, helfen wolle. Doch es passierte nichts. Um darauf aufmerksam zu machen, dass wir in Deutschland Platz haben, helfen wollen und können, entstand die Bewegung #wirhabenplatz.
Schon am 7. September wurden in Berlin auf der Reichstagswiese 13 000 Stühle aufgestellt, organisiert von Seebrücke, Sea-Watch, #LeaveNoOneBehind und Campact. Diese Stühle symbolisieren die Menschen, die momentan in Moria leben, sowie den Platz und die Aufnahmebereitschaft der Städte, Länder und Menschen in europäischen Ländern. Es war schon lange bekannt, dass die Verhältnisse im Lager für alle Flüchtlinge katastrophal und menschenunwürdig waren.
Dies wurde durch den Brand noch viel schlimmer. Es gab dort kein Essen, keine Medizin, Hilfsorganisationen durften nicht helfen. Um darauf aufmerksam zu machen, dass wir helfen können, stellten Menschen an verschiedenen Orten Stühle mit dem #wirhabenplatz und #leavenoonebehind2020 auf. Auch wir, die Klasse 9E, wollen zeigen, dass dieses Thema für uns alle wichtig ist und wir nicht wegschauen dürfen und uns informieren und helfen müssen. Daher stellten wir in der Aula Stühle als Symbol dafür auf. Wir können an der Schule auch Flüchtlingen helfen, vor allem wenn diese hier aufgenommen werden. Bis heute ist die Situation in Moria für die Flüchtlinge dort unzumutbar und verschlimmert sich täglich. Ein Thema, das uns weiter beschäftigen muss!
(Quellen: Ausdrucke/Material von seebruecke.org, Informationen von seebruecke.org und leavenoonebehind)

Schülersprecherin Katharina Ortner, 9E