Abenteuer Schule

Realschule Thannhausen begeistert künftige Schüler und Eltern am „Tag der offenen Tür“

„Wie schön, dass ihr heut bei uns seid!“ – der Song, vorgetragen von der Chorklasse der fünften und sechsten Klassen geleitet von Frau Linder und Frau Weis, brachte Stimmung in die brechend volle Aula und führte den „Neuen“ gleich das besondere musikalische Profil der Christoph-von-Schmid-Schule vor Augen. Neben der Chorklasse besteht die Möglichkeit, die Orchesterklasse zu besuchen. Unter ihrem Leiter Rainer Steber gab sie eine hübsche Version der „Flintstone“-Titelmelodie zum Besten.

Direktor Marcus Langguth lud in seiner Begrüßung die Noch-Grundschüler ein, die Schule in all ihren Facetten kennenzulernen. Sämtliche  Fachbereiche hatten sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, um ihr Gebiet möglichst attraktiv zu präsentieren.

Förmlich umlagert waren die „Lego Mindstorms“. Dabei handelt es sich um ein freiwilliges Projekt, in dem Schüler Roboter programmieren lernen. Die selbstfahrenden Phantasiegefährte waren der Renner bei den Viertklässlern, ebenso die Physik Experimente zum Selbermachen, die sich Herr Daniek ausgedacht hatte. Nicht minder abenteuerlich war die Reise in die Biologie. Hier durfte man mikroskopieren, sich vor den rasiermesserscharfen Zähnen eines Hai-Kiefers gruseln und aus einem Plastiktorso menschliche Organe entnehmen. Für die ganz Mutigen hatte Frau Yasevas im Chemiesaal im wahrsten Sinne des Wortes einige „Knalleffekte“ vorbereitet. Die Explosionen von mit Knallgas gefüllten Luftballons waren im ganzen Haus zu hören, das Gekreische der Kinder ebenfalls. Wer jetzt schon eine Pause brauchte, war in der Schulküche bei Frau Fischer, Frau Schmid und Frau Steber genau richtig. Sie verwöhnten die Gäste mit einem reichhaltigen Kuchenbuffet. Der Fachbereich Haushalt und Ernährung stellt ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Realschule dar: „Manche Schüler kommen nur deshalb zu uns nach Thannhausen“, wusste Frau Fischer zu berichten. Dies trifft sicher auch auf die „Talentgruppe Werken“ zu. Sie wurde eigens eingerichtet, um besonders begabten und motivierten Schülern die Gelegenheit zu geben, ihre Fähigkeiten zu schulen und in einem zusätzlichen Abschlussprüfungsfach auch zu dokumentieren.

Eine willkommene Abwechslung stellt für viele Schüler der Sportunterricht dar. Seit geraumer Zeit verfügt die Realschule Thannhausen über eine moderne Sporthalle, die keine Wünsche offen lässt. Die Sportlehrer hatten für den Bewegungsdrang der Viertklässler adäquate Möglichkeiten geschaffen: Auf dem „Airtrack“ konnte man gefahrlos Überschläge üben oder beim Geschicklichkeitsklettern und Zielwerfen seine Koordinationsfähigkeiten testen.

Einen Stock höher hatten sich die Sprach- und Kulturwissenschaften eingerichtet. In Deutsch galt es Wortschlangen zu lesen und in Mathe näherte man sich der Welt der Zahlen spielerisch mittels Rätseln, die zu lösen waren. Einen Blick in die Zukunft des Lernens erhielt, wer die iPad-Klasse besuchte. Seit einigen Jahren bereits bemüht sich die Realschule Thannhausen, ihre Schüler auf die digitale Zukunft vorzubereiten. Inzwischen gibt es mehrere Klassen, die die moderne Technologie wie selbstverständlich in ihr schulisches Arbeiten integrieren.

Viel zu schnell war die Zeit vorbei und Direktor Langguth bat die Eltern wieder in die Aula. Caroline Ertel, die Vorsitzende des Elternbeirates, stellte die Arbeit dieses Gremiums vor. Wichtig war dem Schulleiter auch die Präsentation der Offenen Ganztagesbetreuung sowie des methodisch-sozialen Konzepts. Teil dessen ist unter anderem die Betreuung der neuen Schüler durch ein System von Tutoren zu Beginn des neuen Schuljahres, sodass der Übergang von der Grundschule möglichst reibungslos und angstfrei gelingt.

Langguth dankte am Ende allen Beteiligten für ihren Einsatz und gab den künftigen Realschülern und ihren Eltern das Ziel mit auf den Weg, das sich die Realschule Thannhausen gesteckt hat:

„Wir wollen jedes uns anvertraute Kind zu einem Abschluss führen und es zu einem mündigen Bürger erziehen.“

Wolfgang Werz