Realschule Thannhausen als digitale Vorzeigeschule

Filmteam porträtiert im Auftrag des Kultusministeriums Aspekte der Digitalisierung an der Christoph-von-Schmid-Realschule

„Wir waren ganz schön aufgeregt, als wir erfuhren, dass ein Film über unsere Schule entstehen soll, noch dazu im Auftrag des Kultusministeriums.“ Direktor Frank Decke ist sichtlich stolz darauf, dass Thannhausen ausgewählt wurde. Der Hintergrund: Das Kultusministerium wollte für seinen hauseigenen Blog  „Schule in Bayern“  Imagefilme zur Digitalisierung an bayerischen Schulen  drehen lassen. Dafür wählte man drei Schulformen aus drei verschiedenen Regionen Bayerns aus, darunter die Realschule Thannhausen! Sieht man sich den Stand der Digitalisierung an der Christoph-von-Schmid-Schule an, dann ist das nicht weiter verwunderlich. Deutlich wird das im Gespräch mit Christine Kämpfle aus dem Schulleitungsteam.

„Die Realschule Thannhausen hat im Laufe der Zeit ein umfassendes Medienkonzept entwickelt, in dem alle digitalen Inhalte der Schule verankert sind. So ist zum Beispiel das iPad aus unserem Schulalltag gar nicht mehr wegzudenken.“

Schülereigene iPads, so Kämpfle weiter, dürften ab der 7. Jahrgangsstufe genutzt werden. Aktuell gibt es sechs sogenannte „Tablet-Klassen“. Zudem dient ein solches Gerät zahlreichen Schülern als digitales Schulbuch. Insgesamt sind über 300 Schülergeräte täglich im Einsatz. Zusätzlich stehen für den Unterrichtseinsatz sog. „iPad-Koffer“ zur Verfügung. Im Lockdown wurden sie für den Distanzunterricht an die Schüler verliehen.


„Netzgänger“

Ein Schwerpunkt der Dreharbeiten war den umfangreichen Angeboten an der CvS gewidmet, die den Schülern Hilfestellung im Umgang mit der Welt der digitalen Medien geben sollen.

Hier setzt das Konzept der „Netzgänger“ an. Es handelt sich um ein Präventionsprojekt, getragen von einem privaten Verein. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler ab zehn Jahren für eine bewusste, zeitgemäße und möglichst sichere Nutzung von Internet, Sozialen Netzwerken und Online-Spielen zu sensibilisieren. Dafür werden ältere Mitschüler zu Medientutoren (Peers) ausgebildet, die wiederum die Fünftklässler in den genannten Bereichen schulen.


„Digitaltutoren“

Auf eine Intitiative von Christine Kämpfle gehen die „Digitaltutoren“ zurück. Hier steht die Hilfe bei konkreten Problemen im Umgang mit Hard- und Software im Vordergrund. Und wieder sind es besonders ausgebildete Schüler, die ihren Mitschülern helfen. Dazu zählen z.B. die Erstellung sicherer Passwörter, die Anmeldung bei den wichtigsten Plattformen wie „Teams“ oder „Schulmanager“, oder der Umgang mit den wichtigsten Apps.

Zu sehen sind die Interviews mit den Digitaltutoren im Blog des Kultusministeriums „Schule in Bayern“ auf Facebook und Instagram.


„Handykonzept“

Ein weiterer  Bereich, für den sich das Filmteam interessierte, war das „Handykonzept“ der Schule. Die Vorgeschichte: Noch unter Frank Deckes Vorgänger Marcus Langguth hatte die Christoph-von-Schmid-Schule an einem Schulversuch teilgenommen, bei dem es darum ging, neue Regeln für den Umgang mit digitalen Medien zu testen. In enger Zusammenarbeit mit der gesamten Schulfamilie entstand so ein bayernweit beispielgebendes Konzept für digitale Mediennutzung. Eine Folge: Zum Schuljahr 2022/2023 soll eine Aktualisierung des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes erfolgen. Die Schulen sollen eigenständig entscheiden dürfen, wie Smartphones und andere digitale Endgeräte der Schüler sinnvoll eingesetzt werden.


Der Film über die Handynutzung an Bayerns Schulen, in dem auch die Christoph-von-Schmid-Schule zu sehen ist, findet sich hier:


Am Ende waren sich Lehrer und Schüler einig, dass der Besuch des Filmteams ein ganz besonderes Ereignis im Schulalltag der Christoph-von-Schmid-Schule war. Und dass man auf einem guten Weg ist, denn digitale Medien sind aus der Schule nicht mehr wegzudenken, wenn sie die Jugend auf das Leben vorbereiten soll.

Wolfgang Werz