Synagogenbesuch in Augsburg

 Adam JonesIm Rahmen des Themas „JUDENTUM“ im katholischen Religionsunterricht besuchten alle Klassen der 6. Jahrgangsstufe am 21. bzw. 22. März  die kunsthistorisch bedeutsame Synagoge in Augsburg. Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg war die Augsburger Synagoge im Jahre 1985 neu „geweiht“ worden und wird seitdem wieder von der in Augsburg und Umgebung existierenden jüdischen Gemeinde genutzt.

In einer einstündigen Führung durch das jüdische Kulturmuseum sowie dem Innenraum der Synagoge konnten die Schüler viele im Unterricht gelernte jüdische Riten und Begriffe wie zum Beispiel Tora, Kippa, Teffilin, Minora, Mesusa, oder koscheres Essen wiederholen und vertiefen.

Die Synagoge in Augsburg zählt zu den bedeutendsten Jugendstilsynagogen in Europa, wobei sich im Zentrum des quadratisch entworfenen Bauwerkes eine 27 Meter hohe Kuppel erhebt, welche die Besucher mit ihren orientalisch anmutenden Ornamenten geradezu „verzaubert“. Dabei findet man in den Ornamenten nicht nur den Davidstern, sondern auch die Zirbelnuss, mit welcher die Verbundenheit zur Stadt Augsburg zum Ausdruck gebracht werden soll.  Ein Besuch dieses beeindruckenden jüdischen Gotteshauses lohnt sich auch außerhalb des Religionsunterrichtes.
Rita Henzler