Wir wünschen ruhige und erholsame Feiertage
sowie ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026.

Schulleben

Vom iPad bis zur Akrobatik

Die Christoph-von-Schmid-Schule in Thannhausen präsentierte sich Grundschulkindern und deren Eltern am Tag der offenen Tür als Ort des Lernens und der Charakterbildung. Unter dem Leitgedanken „Wir sind mehr…“ boten sich den Besuchern tiefe Einblicke in ein Schulleben, das weit über den klassischen Unterricht hinausreicht.

In der brechend vollen neuen Aula lud Direktorin Sandra Müller-Hoffmann die Eltern und vor allem die künftigen neuen Schülerinnen und Schüler dazu ein, die Schule ein paar Stunden auf eigene Faust zu erkunden. Musikalisch umrahmt wurde die Begrüßung von den Chor- und Bläserklassen unter Leitung von Rainer Steber. So erhielten die Gäste gleich einen Eindruck vom besonderen musischen Profil, das die Realschule Thannhausen auszeichnet. Und dann ging’s los: Lehrer und Schüler hatten sich wieder einiges einfallen lassen, um ihre Gäste zu beeindrucken.

Die Fachschaft Deutsch präsentierte sich standesgemäß in der Schülerbibliothek. Junge Leseratten durften nach Herzenslust in den Regalen stöbern oder für künftige Lektüren eigene Lesezeichen gestalten. Die Digitalisierung hat auch im Fach Deutsch Einzug gehalten. Eltern und Schüler erhielten einen interessanten Einblick in die Möglichkeiten, die das iPad im Unterricht bietet. Fachschaftsleiterin Katrin Michaelis und ihre Kolleginnen standen den Kindern mit Rat und Tat zur Seite.

Gleich nebenan stellte Irene Schmid sichtlich stolz ihre funkelnagelneue Schulküche vor. Ausgestattet mit allen Raffinessen modernster Küchentechnik wird hier ein zeitgemäßer Unterricht im Fach Ernährung und Gesundheit möglich. Was das Team zu leisten imstande ist, das konnten die Gäste bei einem reichhaltigen Kuchenbuffet selbst probieren.

So gestärkt, konnte man sich im Raum der Fachschaft Englisch auf die britischen Inseln entführen lassen und sich an englischen Brettspielen und einem kniffligen Quiz versuchen. Christine Kämpfle, ihres Zeichens Mitglied der Erweiterten Schulleitung, zeichnet auch für die Fachschaft Französisch verantwortlich. Die Crêpes, die sie zusammen mit ihren Schülerinnen für die hungrigen Gäste zubereitete, fanden reißenden Absatz. Daneben gab es Informationen rund um das Fach Französisch und den Schüleraustausch mit den Partnerschulen Valogne und Cherbourg in der Normandie. 

Die Fächer Geschichte und Religion boten interessante Ausstellungen von Schülerarbeiten und Faksimiles antiker Artefakte. Bewundernd standen die „Kleinen“ vor dem maßstabsgetreuen Modell des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg, das im Rahmen eines Geschichtsprojekts der neunten Klassen angefertigt worden war.

Religion, Geschichte und Geographie haben viel miteinander zu tun. Es geht im weitesten Sinn um gesellschaftliche Themen, um die Entwicklung des Menschen und der Staaten und um das gemeinsame kulturelle Erbe. Die Fachschaft Religion stellte Schülerarbeiten zu biblischen Themen aus, während im Raum der Geographen unsere Erde anhand von Globen und Karten zu erkunden war. Und wer wollte, lernte von Andreas Dobler den Umgang mit dem Kompass.

Ein wenig einschüchternd war es schon, das lebensgroße Skelett, das den Eingang zum Fachraum der Biologen bewachte. Aber zusammen mit den Eltern fassten sich die jungen Besucher ein Herz. Und sie wurden mit einer liebevoll gestalteten Ausstellung zu Biotopen und den Tierpräparaten der schuleigenen Sammlung belohnt. Mit leichtem
Schauder durfte man dann aus dem Kunststoffmodell eines menschlichen Torsos die inneren Organe entnehmen und wieder einsetzen.

Die Physik ist die Grundlage aller Naturwissenschaften. Vielleicht erklärt dies das große Interesse, das den Versuchsanordnungen im Physiksaal geschenkt wurde. Mit Begeisterung durften die Viertklässler unter anderem selbst Stromkreise bauen und LED-Lampen zum Leuchten bringen. 

Fasziniert waren sie auch von den vielfältigen Experimenten, die Chemielehrer Sebastian Breu vorbereitet hatte. Die berühmte Knallgasreaktion war darunter sicher am spektakulärsten.

Förmlich umlagert war die Robotik-Abteilung von Lehrer Pascal Menrath. Die Viertklässler konnten sich gar nicht mehr losreißen, nachdem sie die futuristisch anmutenden Gefährte einmal durch eigene Programmierung in Gang gesetzt hatten.

„Selber machen“ stand auch auf dem Plan im Fach Kunst und im Werkraum, wo die Talentgruppe Werken ihr Können „live“ präsentierte und die Besucher eine Ausstellung von Werkarbeiten geboten wurde. Das Fach „Werken“ ist eine Besonderheit an der Christoph-von-Schmid-Schule. Besonders handwerklich und gestalterisch begabte Schülerinnen und Schüler können an der „Talentgruppe Werken“ teilnehmen. Der Abschluss in diesem Fach wird mit einem besonderen Zertifikat des Kultusministeriums honoriert.

Ein „Highlight“ des Nachmittags erhielt eine Extra-Durchsage durch die Direktorin: Die Vorführung der „Zirkus-AG“ in der Sporthalle. Unter Leitung von Sportlehrer Christian Groß zeigten Schülerinnen und Schüler ich erstaunliches Können als Jongleure und Akrobaten an Ringen und Bodenmatte vor einem begeisterten Publikum.

Allzu schnell waren die zwei Stunden vorbei und Sandra Müller-Hoffmann bat die Eltern wieder in die Aula. Ihre Kinder wurden nun von den Schul-Tutoren – älteren Schülern, die im Rahmen des methodisch-sozialen Konzepts für die Betreuung der Neuankömmlinge zuständig sind – zu einem Extraprogramm abgeholt. So hatten die Eltern genügend Aufmerksamkeit übrig für die Ausführungen der Direktorin. Sie skizzierte die Besonderheiten der Realschule Thannhausen. Unter dem Stichwort: „Wir sind mehr…“ fasste sie all das zusammen, was über den gewöhnlichen Unterrichtsbetrieb hinaus eine gute Schule eben auch ausmacht: Eine Schulfamilie, die Engagement zeigt, sei es in einem ausgereiften Konzept zur Beratung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, sei es durch das bunt gemischte Wahlfachangebot vom Orchester bis zur Akrobatik. Zur Stärkung der Gemeinschaft gehören auch Orientierungstage, der Schulskikurs, Theaterbesuche, und die Abschlussfahrten der zehnten Klassen. Im Anschluss erläuterte sie die verschiedenen Zweige, die die Kinder nach der sechsten Klasse einschlagen können und gab einen Überblick über die Möglichkeiten, die erfolgreichen Realschulabsolventen offenstehen. Die Elternbeiratsvorsitzende Anja Weber stellte die Arbeit des Elternbeirats und des Fördervereins der Realschule vor, während Konrektor Florian Daniek das Konzept der Offenen Ganztagesschule erläuterte.

Die Direktorin betonte am Ende, dass jede erfolgreiche Schule angewiesen sei auf aktive Mitarbeit von Eltern und Schülern. Sie hat klare Erwartungen an die Schüler: Dazu gehören Höflichkeit und Respekt den Mitmenschen gegenüber ebenso wie Toleranz, Leistungswille und Engagement. Die Eltern bat sie um Vertrauen in die Lehrkräfte, die das Beste für ihre Kinder erreichen wollen. Auch Gesprächsbereitschaft, Offenheit und eine aktive Teilnahme am Schulleben ihrer Kinder sind Elemente, die zum Gelingen von Schule beitragen.

Zum Schluss wünschte sich Sandra Müller-Hoffmann, möglichst viele der anwesenden Kinder im September als neue Schülerinnen und Schüler der Christoph-von-Schmid-Schule begrüßen zu dürfen und verabschiedete die Gäste mit vielfältigen Eindrücken nach Hause.

Text: Wolfgang Werz

Bilder: FotoAG und W. Werz

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