Regulärer Schulunterricht – kein wetterbedingter Unterrichtsausfall!

Schulleben

Vorlesen verbindet

Seit 2004 ist der bundesweite Vorlesetag Deutschlands größtes Vorlesefest und ruft auf gemeinsame Initiative von der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung jedes Jahr im November zum Vorlesen auf.

 

Nicht erst die Internationale Grundschul-Leseuntersuchung (IGLU) brachte es an den Tag: viele Kinder verlassen die Grundschule heute ohne ausreichende Lesekenntnisse. Das hängt auch damit zusammen, dass sie im Elternhaus nicht ausreichend an das Lesen herangeführt werden. Im Idealfall geschieht dies durch Vorlesen. Neueste Erhebungen beweisen: 37% der ein- bis achtjährigen Kinder wird selten oder gar nicht vorgelesen.

Dabei sind die positiven Effekte des Vorlesens enorm. Vorlesen wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Kinder aus. Sie gehen offener, freudiger und neugieriger durchs Leben, wie die Stifung Lesen betont. Kinder erlernen das Selbstlesen besser, wenn ihnen regelmäßig vorgelesen wird. Lesen ist die zentrale Kompetenz für ein Kind, um seinen eigenen Bildungsweg selbstständig gehen zu können.

Zum diesjährigen 20-jährigen Jubiläum des Vorlesetages waren über eine Million Teilnehmer gemeldet.

An der Christoph-von-Schmid-Schule nimmt die Leseförderung seit jeher einen wichtigen Platz ein. Das Motto „Vorlesen verbindet“ brachte Deutschlehrerin Eva-Maria Beatrix Fels auf die Idee, ehemalige Lehrer der Realschule Thannhausen anzusprechen, ob sie nicht als Vorleser für einen Vormittag an ihre alte Schule zurückkehren wollten. Die Resonanz war enorm. Spontan sagten zu:

Werner Schmidt, Eva Gantner, Angelika Mertes-Braun, Johanna Heymann und Cornelius Brandelik.

Jeder von ihnen übernahm einen Teil der sechsten Klassen und los ging die Lesereise. Ehrensache, dass sie zuhause ihre Texte geübt hatten. Und so nahm es nicht wunder, dass sonst quirlige Sechstklässler zwei Schulstunden lang mucksmäuschenstill auf ihren Stühlen saßen und wie gebannt den Geschichten von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer oder den Abenteuern rund um den stanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch lauschten.

Auch Fragen waren zwischendurch erlaubt, aber eigentlich konnten es die Kinder kaum abwarten, bis es weiterging.

Viel zu schnell verflog die Zeit und am Ende gab es donnernden Applaus für die Gäste. Direktor Frank Decke dankte seinen ehemaligen Kollegen aufs Herzlichste für ihr Engagement und lud alle ein, im nächsten Jahr wiederzukommen. Ein besonderes Dankeschön gebührte auch der Organisatorin Eva-Maria Beatrix Fels sowie allen beteiligten Deutschlehrern.

Text: Wolfgang Werz

Bilder: Foto AG

Werner Schmidt

Weitere Beiträge

Am 15. Juli besichtigten die Klassen 7c und 7d in Begleitung ihrer Geschichtslehrkräfte die Burg Harburg und schnupperten Mittelalterluft. Die…
m 3. Juli kam die Klasse 8b in den Genuss einer Werksführung bei der Molkerei Müller in Aretsried. Ausgestattet mit…
Am Mittwoch, den 3. Juli 2024, hatte die Klasse 8c die Möglichkeit, die Firma Wanzl in Kirchheim zu besichtigen. Die…