Das Warten hat ein Ende: Der Neubau der Christoph-von-Schmid-Schule wurde in einem feierlichen Akt eingeweiht
Sogar das Wetter spielte mit an diesem Freitag im Oktober. Das farbenfrohe Gelb an der Außenfassade der neuen Schule strahlte mit den herbstbunt gefärbten Blättern der Bäume um die Wette.
Landrat Dr. Hans Reichhart, Architektin Ulrike Donner sowie Thannhausens Bürgermeister Alois Held beglückwünschten in ihren Ansprachen die Schulfamilie zum Neubau und hoben die Bedeutung der neuen Christoph-von-Schmid-Schule in der Schullandschaft des Landkreises Günzburg hervor.
Sichtlich bewegt trat sodann Schulleiterin Sandra Müller-Hoffmann ans Rednerpult.
Zunächst bedankte sie sich im Namen der gesamten Schulfamilie bei Landrat Dr. Hans Reichhart und dem Landkreis Günzburg, dass sie mit ihrer Entscheidung zum Neubau den Schülerinnen und Schülern in Thannhausen einen Ort geschenkt haben, an dem man lernen aber auch leben kann, einen Ort der Arbeit und der Begegnung. Und sie als neue Schulleiterin schätze sich glücklich, aus den Händen ihres Vorgängers Frank Decke ein bestelltes Haus übernehmen zu dürfen, eine Schule, die alles bereithält, was es braucht, um der Jugend die Chance auf eine gute Zukunft zu ermöglichen.
Die zurückliegende Bauzeit sei für die gesamte Schulfamilie anstrengend gewesen, eine „Zeit der Dopplung“: ein doppelter Standort mit Altbau und „Containerschule“ zwei Straßen weiter, doppeltes Lehrerzimmer und doppelter Pausenhof. Die dadurch erzwungene mehrjährige „Wanderschaft“ zwischen beiden Gebäuden verlangte Lehrkräften und Schülern einiges ab. Aber, so schloss Müller-Hoffmann ihren Rückblick, die Entbehrungen hätten sich gelohnt. Wenn sie sich umschaue, dann sehe sie warme Farben, viel Holz, großzügige, helle Klassenzimmer, ausgestattet mit modernster Technik. Ein ausgeklügeltes Belüftungssystem sorgt ganzjährig für gleichbleibend frische Luft, ein angenehmes Klima und die richtigen Temperaturen. Die Digitalisierung, so führte sie weiter aus, sei an der Realschule Thannhausen schon seit langem ein zentraler Aspekt. Das manifestiert sich auch im Neubau. Alle Schüler arbeiten mit dem Tablet, moderne Beamer, Projektionstafeln und flächendeckendes schnelles WLAN in Kombination mit einer Fachraumausstattung auf dem neuesten technischen Stand schaffen die Rahmenbedingungen für einen zeitgemäßen Unterricht, der geradezu dazu einlädt, Neues auszuprobieren, vernetzt zu denken und kreativ zu sein. Und schließlich sendet die Ausstattung mit wohnlichen Elementen noch eine Botschaft: Schule darf ein Ort sein, an dem man sich wohlfühlt, ein Aufenthalts-Raum im wahrsten Sinn des Wortes, kurz: ein Ort, an dem man gerne ist, der Geborgenheit und Offenheit gleichermaßen vermittelt, denn: „Wer sich wohlfühlt, lernt besser – und wer besser lernt, hat bessere Chancen, die Welt zu gestalten. Mit diesem Neubau wird ein neues Kapitel in der Realschulgeschichte Thannhausens aufgeschlagen, das Generationen von Schülerinnen und Schülern ein guter Lern- und Lebensort sein möge.“ Mit diesen Worten sprach die Schulleiterin wohl allen aus dem Herzen.
Schließlich wurde das neue Schulhaus geweiht: Pfarrerin Tina Griffith, Pater Jinto Thomas und Diakon Alois Held erteilten feierlich ihren kirchlichen Segen. Im Anschluss nahmen die Gäste die Gelegenheit wahr und ließen sich vom Schulleitungs- und Architektenteam durch das Gebäude führen.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Schulorchester unter Rainer Steber, während das Hauswirtschaftsteam die Gäste mit einem köstlichen Büfett verwöhnte.
Text: Wolfgang Werz
Fotos: Wolfgang Werz